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Oerli-Land ist ein Erfolg

Oerli

Sporthalle Süd wird zum fünften Mal in Kinderturn-Paradies verwandelt

Oerlinghausen. Auf dem Pedalo das Gleichgewicht halten und gleichzeitig vorwärts kommen? Für die kleine Hailey ist das kein Problem: „Das geht leicht“, sagt sie leise. Ein bisschen wie Fahrradfahren sei das. „Und das ist auch für die Motorik nicht schlecht“, findet Mutter Nadine Bartholomäus. Schon mehrmals waren die beiden im „Oerli-Land“ zu Gast, einem von der Turnabteilung des TSV Oerlinghausen und der DRK-Kindertagesstätte „Am Zauberberg“ organisierten, jährlich stattfindenden Kinderturnnachmittag.

Klettern, verschiedene Höhen ausprobieren, rutschen – die elf Stationen sind eine Spielwiese, um „die Geräte auszutesten und sich nach den Feiertagen auszutoben“, sagt TSV-Turnabteilungs-Jugendwartin Katharina Baehr. Sie bildet zusammen mit Kerstin Steinmann, Leiterin der Kita „Am Zauberberg“, das Organisationsteam.

Oerli2Die Attraktionen sind vielseitig. Bei einer Station klettern Marla, Moritz und all die anderen auf einer Holzbank hoch – auf welche Weise, das entscheiden sie selbst -, um dann von einem blauen Mattenhügel herunterzurutschen. Es geht darum, „einfach zu experimentieren, auszuprobieren. Gleichgewicht ist hier wichtig“, sagt Bettina Siebrasse, die neben der Matte darauf aufpasst, dass kein Kind hinfällt.

Beim Seilschwingen an dicken Tauen, die von der Decke hängen, schaukeln die Kinder hin und her. Größere ab acht Jahren schaffen es, bis zur Hälfte des Seiles hochzuklettern. „Überhaupt das Schwingen, das kommt dem Fliegen nahe. Es ist ein Kraftakt, auch wenn die Kinder es nicht zeigen“, sagt Petra Baehr, Vorsitzende der TSV-Turnabteilung. Auf der anderen Hallenseite wird eifrig eine Kletterwand erklommen, von der eine Bank auf einen Kasten führt. Jette (4) rutscht und läuft mit der Hilfe von Inga Gnaß auf der Bank abwärts. „Balance, Gleichgewicht, Höhe – da haben manche Kinder Angst“, sagt sie. Anschließend balanciert Jette mit ihrer Hilfe über eine weitere Bank, wie schon mehr als 20 Kinder vor ihr. Währenddessen wird mit Eike Baehr auf dem Fußballfeld gekickt, oft mit mehr als acht Kindern. „Wenn einer ein Tor schießt, ist das super. Aber es geht um den Spaß und dass sie sich bewegen“, sagt Baehr. Manche sind Anfänger, andere spielen schon im Verein.

Ein Höhepunkt des Nachmittags ist das gemeinsame Spiel: Geschichtenlaufen heißt es. Dabei werden Teams in Tiergruppen eingeteilt. Wenn Katharina Baehr in der Erzählung, die sie vorliest, einen Tiernamen nennt, läuft die jeweilige Tiergruppe zu gelben Hütchen. „Schlängelt“ sich die Schlange oder wenn Papageien „von Ast zu Ast“ fliegen, dann rennen die Kinder begeistert johlend los. „Nur der Elefant ist weit und breit nicht zu sehen. Am Ende beschließen alle Tiere, ein großes Fest zu feiern“ – nun herrscht wilder, ausgelassener Trubel, denn alle Kinder sind damit angesprochen.

Oerli3„Ich finde das super, die Kinder können sich einmal schön austoben“, sagt Nina Becker, die mit ihrem Sohn Leon Maximilian auch schon im vergangenen Jahr dort war: „Das Klettern bei der Sprossenwand ist am besten.“ Der Spaß stehe im Vordergrund, aber auch Gleichgewicht, Klettern und Selbstvertrauen würden die Kinder lernen. Bei vielen Besuchern sind Kletterstationen der Favorit. „Für Kinder ist das hier genial, gerade bei dem schaurigen Wetter“, sagt Marc Häußler, dessen Tochter Mariela (2) auf einem Balken balanciert: „Wie ich sie kenne, wird sie alles durchprobieren.“

„Wie jedes Jahr: laut, aber schön“, ist das „Oerli-Land“ für Katharina Baehr. Viele der Kinder kenne sie schon lang: „Es ist schön, wenn man sie zwischendurch in Aktion sieht.“

Artikel aus NW von Christian Stolz

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